Die MEiM Perspektiven mit Andreas Pröve

3. Mai 2013
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Die MEiM-Perspektiven auf der Kongressmesse in Münster bieten ein ganz besonderes Highlight. Profifotograf Andreas Pröve erzählt von seinem „Abenteuer Mekong – von Vietnam nach Tibet“.

Seit einem Verkehrsunfall im Jahre 1981 mit der Diagnose Querschnittslähmung, ist sein Leben von Abenteuern geprägt. Auf unzähligen Reisen durch alle Erdteile sucht er die Grenzen des Machbaren. Sein Motor ist dabei der Drang Neues zu entdecken und sich einem Land vollkommen auszusetzen. Dabei macht er sich in „Handarbeit“ auf den Weg, denn nur diese Art des Reisens garantiert ihm einen Blick hinter die Kulissen.

So offensiv und hautnah, wie er unterwegs ist, erlebt der Zuschauer auch seine Vorträge und Fotoreportagen: Spannend, lebendig und live erzählt, bereichert mit Interviews, O-Tonaufnahmen und Musik. Ansteckender Witz, Humor und die Offenheit dessen, der das Leben liebt, prägt auch seine Bücher, die die „Spiegel-Bestsellerliste“ erreicht haben.

Abenteuer Mekong – von Vietnam nach Tibet

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Andreas Pröve, immer auf der Suche nach den Grenzen des Machbaren, hat sich ein hohes Ziel gesetzt: Eine Rollstuhlreise an den Ufern des gewaltigen Stroms, der fünf buddhistische Länder miteinander verbindet, der als „Mutter aller Wasser“ Lebensgrundlage ist für Millionen Menschen und mit seiner einzigartigen Flora und Fauna zu den biologisch reichsten Flussläufen der Erde zählt. Die Reise beginnt im hektischen Saigon, führt über das neu erblühende und prosperierende Phnom Penh, durch die geheimnisvollen Tempelanlagen von Angkor Wat, durch Laos und schließlich ins tropische Yunnan in China. Dabei nutzt Andreas Pröve alle Verkehrsmittel, die sich ihm bieten, vor allem aber macht er sich in Handarbeit in seinem Rollstuhl auf den Weg, denn nur diese Art des Reisens garantiert ihm einen unverfälschten Blick in die Lebensweise, die Kultur und den Glauben der Menschen. So bleibt er nah am Geschehen und macht Bekanntschaft mit Buddhistischen Mönchen, Opfer von Streubomben chinesischen Arbeitsmigranten und den hartgesottenen Bergbewohnern am Oberlauf, deren Schicksale Pröve zu einem Facettenreichen Bild vom Leben am großen Fluss zusammenfügt.

Für ihn geht es aber immer weiter – nun in einer abenteuerlichen Trekking Expedition, die ihn an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen, flussaufwärts. Mithilfe von Pferden, Yaks und Trägern gerät Pröve in einer tagelangen Wanderung, die durch unwegsames und menschleeres Gebiet führt, in die Ursprungsregion des Mekong. In knapp 5000 Metern Höhe erreicht er im Rollstuhl endlich sein Ziel: die Quelle des Flusses, dem er durch nahezu alle Klimazonen, über tausende von Kilometern und unter großen Strapazen gefolgt ist. Dort oben im tibetischen Hochland wird ihm einmal mehr bewusst, dass nichts unmöglich ist.